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Wednesday, October 29, 2008

Durch die Strassen

Durch die Strassen auf und nieder
leuchten die Laternen wieder:
rote, gelbe, grüne, blaue,
Lieber Martin, komm und schaue!

Wie die Blumen in dem Garten
blühn Laternen aller Arten:
rote, gelbe, grüne, blaue,
Lieber Martin, komm und schaue!

Und wir gehen lange Strecken
mit Laternen an den Stecken
rote, gelbe, grüne, blaue,
Lieber Martin, komm und schaue!

Ich geh mit meiner Laterne

Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten, da leuchten wir.
Der Hahn, der kräht, die Katz miaut.
/oder auch:/Ein Lichtermeer zu Martins Ehr!
Rabimmel, rabammel, rabum.

Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten, da leuchten wir.
Laternenlicht, verlösch mir nicht!
Rabimmel, rabammel, rabum.

Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne und unten, da leuchten wir.
Mein Licht ist aus, ich geh nach Haus.
Rabimmel, rabammel, rabum.

Laterne, Laterne

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Brenne auf mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht

St. Martin

St. Martin, St. Martin, St. Martin ritt durch Schnee und Wind,
sein Roß, das trug ihn fort geschwind.
St. Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel deckt ihn warm und gut.

Im Schnee saß, im Schnee saß, im Schnee, da saß ein armer Mann,
hatt' Kleider nicht, hatt' Lumpen an:
"Oh helft mir doch in meiner Not,
sonst ist der bitt're Frost mein Tod!"

St. Martin, St. Martin, St. Martin zieht die Zügel an,
sein Roß steht still beim braven Mann.
St. Martin mit dem Schwerte teilt
den warmen Mantel unverweilt.

St. Martin, St. Martin, St. Martin gibt den halben still,
der Bettler rasch ihm danken will.
St. Martin aber ritt in Eil
hinweg mit seinem Mantelteil.

Sunday, May 25, 2008

Die Tiroler sind lustig

Die Tiroler sind lustig,
Die Tiroler sind froh,
Sie trinken ein Gläschen
Und machen's dann so.

Die Tiroler sind lustig,
Die Tiroler sind froh,
Sie verkaufen ihre Betten
und schlafen auf Stroh.

Die Tiroler sind lustig,
Die Tiroler sind froh,
Sie nehmen ein Weibchen
Und tanzen dazu.

Erst dreht sich das Weibchen,
Dann dreht sich der Mann,
Dann fassen sich beide
Und tanzen zusamm'.

Kuckuck, rufts aus dem Wald

Kuckuck, Kuckuck, ruft's aus dem Wald.
Lasset uns singen, tanzen und springen!
Frühling, Frühling, wird es schon bald.

Kuckuck, Kuckuck, lässt nicht sein Schrei'n:
Komm in die Felder, Wiesen und Wälder!
Frühling, Frühling, stelle dich ein!

Kuckuck, Kuckuck, trefflicher Held!
Was du gesungen, ist dir gelungen:
Winter, Winter räumet das Feld!

Wenn die Bettelleute tanzen

Wenn die Bettelleute tanzen,
Wackeln Kober und der Ranzen.
Ei ja, ei ja,
Ei ja so gehts, so gehts, so gehts.
Ei ja so gehts, so gehts,
Wackeln Kober und der Ranzen.

Kommt man über eine Brücke,
Klappern sie mit Stock und Krücke.
Ei ja, ei ja,
Ei ja so gehts, so gehts, so gehts.
Ei ja so gehts, so gehts,
Klappern sie mit Stock und Krücke.

Kommt der Bauer vor die Türe,
Stehn da gleich ein Stücker viere.
Ei ja, ei ja,
Ei ja so gehts, so gehts, so gehts.
Ei ja so gehts, so gehts,
Stehn da gleich ein Stücker viere.

Kommen sie in eine Schenke,
Spring'n sie über Tisch und Bänke.
Ei ja, ei ja,
Ei ja so gehts, so gehts, so gehts.
Ei ja so gehts, so gehts,
Spring'n sie über Tisch und Bänke.

Haben sie nun ausgeraufet
wird der Bettelsack verschmauset.
Ei ja, ei ja,
Ei ja so gehts, so gehts, so gehts.
Ei ja so gehts, so gehts,
wird der Bettelsack verschmauset.

Eingemachte Kalbsgesichte
sind das erste Leibgerichte.
Ei ja, ei ja,
Ei ja so gehts, so gehts, so gehts.
Ei ja so gehts, so gehts,
sind das erste Leibgerichte.

Dann stibitzte Vogeleier
saure Gurken für zwei Dreier.
Ei ja, ei ja,
Ei ja so gehts, so gehts, so gehts.
Ei ja so gehts, so gehts,
saure Gurken für zwei Dreier.

Für die Sechser und die Groschen
schnapsen drauf sie unverdrossen.
Ei ja, ei ja,
Ei ja so gehts, so gehts, so gehts.
Ei ja so gehts, so gehts,
schnapsen drauf sie unverdrossen.

Nun wohlan, ihr Schwestern, Brüder,
Seid ihr satt. so legt euch nieder.
Ei ja, ei ja,
Ei ja so gehts, so gehts, so gehts.
Ei ja so gehts, so gehts
Seid ihr satt. so legt euch nieder.

Es wird uns keiner etwas mausen,
morgen wollen wir wieder schmausen.
Ei ja, ei ja,
Ei ja so gehts, so gehts, so gehts.
Ei ja so gehts, so gehts
morgen wollen wir wieder schmausen.

Lachend kommt der Sommer

Lachend, lachend, lachend, lachend,
kommt der Sommer über das Feld,
über das Feld kommt er lachend, ha-ha-ha,
lachend über das Feld.

Suse liebe Suse was raschelt im Stroh?

Suse, liebe Suse,
was raschelt im Stroh?
Das sind die lieben Gänschen,
die haben keine Schuh.
Der Schuster hat´s Leder,
kein´ Leisten dazu,
drum gehn die lieben Gänschen
und haben keine Schuh.

A B C die Katze lief im Schnee

A B C, die Katze lief im Schnee.
Und als sie dann nach Hause kam
Da hatte sie weiße Stiefel an.
O jemine! O jemine!
Die Katze lief im Schnee.

A B C, die Katze lief zur Höh!
Sie leckt ihr kaltes Pfötchen rein
Und putzt sich auch die Stiefelein
Und ging nicht mehr, und ging nicht mehr
Ging nicht mehr in den Schnee.

Frère Jacques

Frère Jacques, Frère Jacques,
Dormez-vous? Dormez-vous?
Sonnez les matines! Sonnez les matines!
Din, dan, don. Din, dan, don.

Are you sleeping, Are you sleeping,
Brother John? Brother John?
Morning bells are ringing, Morning bells are ringing.
Ding, dang, dong. Ding, dang, dong.

Bruder Jakob, Bruder Jakob,
Schläfst du noch? Schläfst du noch?
Hörst du nicht die Glocken, Hörst du nicht die Glocken?
Ding, dang, dong, Ding, dang, dong.

Frà Martino, Campanaro,
Dormi tu? Dormi tu?
Suona le campane, Suona le campane,
Din, don, dan, Din, don, dan.

Translations of Frère Jacques

Trarira! Der Sommer ist da!

Trarira! Der Sommer ist da!
Wir woll´n hinaus in´n Garten
Und woll´n des Sommers warten.
Trarira! Der Sommer ist da!

Trarira! Der Sommer ist da!
Wir wollen hinter die Hecken
Und woll'n den Sommer wecken.
Trarira! Der Sommer ist da

Trarira! Der Sommer ist da!
Der Sommer hat gewonnen,
Der Winter hat verloren.
Trarira! Der Sommer ist da!

Der Kuckuck und der Esel

Der Kuckuck und der Esel,
Die hatten großen Streit,
Wer wohl am besten sänge,
Wer wohl am besten sänge,
Zur schönen Maienzeit,

Zur schönen Maienzeit.

Der Kuckuck sprach: "Das kann ich!"
Und hub gleich an zu schrei'n.
Ich aber kann es besser!
Ich aber kann es besser!
Fiel gleich der Esel ein,
Fiel gleich der Esel ein.

Das klang so schön und lieblich,
So schön von fern und nah;
Sie sangen alle beide,
Sie sangen alle beide,
Kuckuck, Kuckuck, i-aaa!
Kuckuck, Kuckuck, i-aaa!


Worte: Hoffmann v. Fallersleben ( 1798-1874 ),
Weise: Karl Friedrich Zelter ( 1758-1832 )